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Skameleon - Ska Makes Everything

Autor Super User
Mon 18 Jun 18
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CD-Info:

 

Da sach noch mal einer, dass der hessische Lahn-Dill-Kreis musikalisch nichts zu bieten hat. Cover sind definitiv nicht jedermanns Sache, aber hier fand ich es schon bei ihrer ersten CD voll OK („Humba Humba Täterä“, 2014). Auf Nachfrage, ob die neue Scheibe auch eigene Songs enthält, wurde mir gesagt, dass sie beim Covern bleiben. Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten, so auch ein schlaues Sprichwort. Und Covern bedeutet bei den neunköpfigen Skameleon auch nicht nur reines Nachspielen, sondern recht eigenwillige Skainterpretationen, die in elf Songs ihren ganz eigenen Charme entwickeln. Frech-feurig werden große Welthits wie „Kung Fu Fighting“ (Carl Douglas) interpretiert, die Neue Deutsche Welle wiederbelebt „Alles nur geklaut“ (Die Prinzen) und Filmmusik akustisch neu eingekleidet. Alles immer recht rockig bis poppig und nicht selten aus den 90igern. "We don't like Ska ... we love it!", so ihr Slogan.

 

Zweistimmig geht es mit Katrin und Philippe durch die Wiedergeburt der Songs im schicken, neuen, bläsernen Skagewand. Beide besitzen sehr eingängige und individuelle Stimmen, die auch den eigenen Charakter der Scheibe ausmacht. Und, ich gebe es zu, meine Liebe zu Katrins Stimme ist ungebrochen, zum Beispiel in Song acht „Beat it“. Die Musiker sind ehrlich, bodenständig, haben null Starallüren, aber eine Riesenmenge Spaß am Covern. Und das merkt man auf der Scheibe, die dann auch das skeptischste Publikum letztlich mitzureißen weiß, wenn das voluminöse Getöse der zwei Posaunen und einer Trompete loströtet. Und, geht es nicht genau darum? Da ist es auch nicht so wild, wenn das CD-Outfit etwas spartanisch daher kommt. Ich sage ja zu dieser mutigen Band und ja zum Covern, auch wenn es nicht täglich sein muss. Hinter Song elf, ab der 8:18 Minute, gibt es noch einen kleinen Oldi-Bonustrack, der allerdings nichts mit Ska zu tun hat: „Anita war ein Junge“ von Funny van Dannen.

 

Gerne vergebe ich das Prädikat „sehr gut“ und „absolut hörenswert“. Wieder einmal ein kleiner Tipp für Veranstalter, die auch mal eine engagierte, spritzige und junge Skaband im Konzert- oder Festivalprogramm haben wollen. Nehmt sie! Sie haben es verdient, das Publikum hat es verdient. Denn: "Ska Makes Everything Better" 

 

DerDUDE

 

 

 

Hörproben:

 

 

Trackliste:

 

1. Intro Sandman (Metallica)

2. Wonderwall (Oasis)

3. Coco Jambo (Mr. President)

4. In the Shadows (The Rasmus)

5. Everybody (Backstreet Boys)

6. Hot Ska (Donna Summer)

7. Kung Fu Fighting (Carl Douglas)

8. Beat It (Michael Jackson)

9. Sweet Dreams (Eurythmics)

10. Toxic (Britney Spears)

11. Alles nur geklaut (Die Prinzen)

11,5. Anita war ein Junge (Funny van Dannen)

 

Kauftips:

 

Erhältlich ist das Album auf der Webseite der Band.

 

Leser- und Hörerkommentare:

 

 

 

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