Arthur Kay & The Clerks - The Night I Come Home

Autor Super User
Sun 4 Jun 17
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CD-Info:

 

Was hier so recht geschmeidig herüber kommt ist musikgeschichtlich umso bedeutungsschwangerer. Wahrscheinlich haben sich die Kölner The Clerks 2001, ihrem Gründungsjahr, nicht vorgestellt, einmal mit Arthur Kay auf der Bühne zu stehen, geschweige denn ein Studioalbum aufzunehmen. Woher auch, denn der umtriebige Mod aus der Londoner Musikszene der 60er Jahre ließ längere Zeit nichts mehr von sich hören – zumindest was den Ska anging. Mal abgesehen vom Projekt „Arthur Kay & The Originals" (1978). Dabei ist das Namedropping beachtlich, wenn man das Mitwirken bei Größen wie Dr. John, Judge Dread (bis 1998), Desmond Dekker oder Rico Rodriguez liest. Zwischen 1980 und 1982 fiel er als Bassist bei der OI!-Band The Last Resort auf, die sich u.a. wegen häufigen Schlägereien auf den Konzerten wieder auflöste.

 

Unter seinem bürgerlichen Namen Arthur Kitchener wirkt er als Songwriter und Dichter weiter und trat als Solokünstler auf Ska- und Folkfestivals auf. Zwischen 2004 und 2013 wurden vier Alben veröffentlicht, die jedoch eher aus dem Genre Folk, World oder auch (Punk-)Rock stammen. Immer wieder ist die schwierige Kindheit im Süden Londons Thema seiner Werke. Aktuell spielt er in einer Rock'n'Roll Band namens The Lords of Lonesome. Ein ganz schön wildes und ereignisreiches Musiker- und Künstlerleben.

 

Reanimiert durch das Freedom Sounds Festival 2016 entstand nun „The Night I Come Home" mit einer der besten deutschen Skabands in ihrer Sparte. Neben vielen neuen Songs von Kay, die teils autobiografische Züge besitzen, steuern auch die The Clerks, respektive Sänger Gero, zwei eigene Stücke bei. Hier kommen zwölf Songs, die einen in 42 Minuten durch eine kleine Zeitreise zwischen Ska, Rocksteady und Reggae führen. Insbesondere für Kay ist es ein besonderer Rückblick auf 50 Jahre Showgeschäft.

 

Vielleicht auch deswegen klingt das ein oder andere Lied etwas nachdenklicher, leiser; aber immer professionell und schwungvoll begleitet von der professionellen Bläser- und Rhythmussektion. Das Gefühl für den Rhythmus – den Offbeat, die feine Instrumentalisierung der Kompositionen ohne Dominanz und ein Gespür für das musikalisch Ganze. Das zeichnet The Clerks aus.

 

In diesem Sinne treten mit Arthur Kay und The Clerks mehrere faszinierende Elemente aufeinander. Spannend.

 

DerDUDE

 

 

Hörproben:

 

 

Trackliste:

 

1 The Last Of The One Named Singers

2 The Night I Came Home

3 (I Was) Born To Cry

4 Wideboys And Cowboys

5 Reggae'n'Ska

6 Sunlight Of The Spirit

7 The Count Of Clerkenwell

8 It's the Hatton Garden Job

9 The Last Of The Summer Ska

10 Don't Give A Dam

11 Trying To Make A Living

12 Mardi Gras On A Saturday Night

 

Kauftips:

 

Das Album gibt es auf der Webseite der Band im Shop.

 

Leser- und Hörerkommentare:

 

 

 

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