Port Royal - Royal Flush

Autor Super User
Sun 4 Oct 15
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Zum neuen Album von Port Royal gibt es diesmal 2 Reviews, eins von AlCapone von Skaworld und das andere von DerDUDE von DerDude-Goes-Ska.de:

 


 

Die Musik Port Royal mag ich schon seit ihrem 1. Album "Spam", das damals noch im Selbstverlag erschien. Nun folgt sozusagen das erste "echte" Album mit dem Titel "Royal Flush", mit dem Ziel, die "bestmögliche erreichbare Hand" auf einen Silberlinge zu brennen.

 

Ihr Ska, mal rockig, mal melodisch wird geprägt von Lady Arianes ausdrucksvoller Stimme, die von den griffigen Bläsersätzen perfekt untermalt wird. Die Soundqualität des neuen Albums überzeugt und beweist, das Port Royal nicht nur exzelente "Live-Musiker" sind, sondern sich auch im Studio gut zurecht finden. Sie kaperten mit ihrer Scheibe mehrere Wochen mein Autoradio und gehören zu meinen Top 5 in diesem Jahr.  Auch die Skaworld-Hören scheinen das wohl so zu sehen, denn ihr der Song "Cross my Way" führt seit Monaten unsere Skaworld-Charts an.

 

Wer die Scheibe also noch nicht hat, dem ist sie wärmstens an Herz zu legen. Neben der CD-Version erschein im Oktober auch die dazugehörige Vinyl-Variante.

 

AlCapone alias "Der Pate"

 

 


 

Mit "Royal Flush" erscheint das zweite Album der zehnköpfigen Berliner Port Royal, die bereits seit 2004 ihren Ska-Reggae-Pirate-Style betreiben. Nach dem kleinen Album "Spam" aus 2010, welches sechs Stücke beinhaltet, nun ein "richtiges" Album mit satten 12 Songs. Mit seichtem Ska und gediegenen Rocksteady kommt die Scheibe allerdings eher als ein kleineres Segelboot auf einem Binnengewässer daher. Das machen die paar rockigen Gitarrenriffs auch nicht wet. Und die Idee, Reggae, Soul und "diverse Folkloren" zu mischen, macht die Scheibe zu keinem Sturm, der von Piratenschiffen bezwungen werden müsste. Der angekündigte, "hochexplosive" Offbeat wird keine Galeere zum Sinken bringen.

 

Ein Blick ins Geschichtsbuch: Port Royal ist eine recht tragische Stadt auf Jamaika, die mehrere Katastrophen nicht wirklich überlebte und immer wieder im Meer versank oder durch Feuer ausbrannte. Irgendwann hatten die Jungs und Mädels da wohl keinen Bock mehr und gründeten nach 1693 Kingston, die heutige Hauptstadt Jamaikas. Port Royal galt wohl als Ort der Sittenlosigkeit, nicht zuletzt, weil Freibeuter (Piraten), die Handelsschifffahrt regelmäßig attackierten und ausraubten. Das wäre geklärt.  

 

Zurück zum Silberling: Mit den besagten 12 Songs gut bestückt, gibt die weibliche Stimme von Ariane ihr Bestes, um dem Segelboot eine Extranote zu verleihen. Das gelingt gut. Mit "Tierra De Nadie" hält, neben den englischen Texten, auch der spanische Gesang Einzug. Insgesamt eine gute Produktion mit guten Musikern, wo aber auch immer wieder Luft nach oben zu spüren ist.  

 

Bei den Bandinformationen hätte ich mir etwas mehr Hintergrund gewünscht. Ob die Piratengeister aus der Hauptstadt von jedem herbeigesehnt werden, bleibt abzuwarten. Ghostbusters oder Hui Buh? Der mit der rostigen Rasselkette. Viel Erfolg wünscht man ihnen allemal. Und live sieht die Sache vielleicht noch mal ganz anders aus.

 

DerDUDE

 


 

Trackliste:

  1. Pirates Go!
  2. Energetic
  3. Cross My Way
  4. Knock Knock Knock
  5. Brummy
  6. Tierra De Nadie
  7. A Little Bit Royal
  8. Shepherd
  9. Pay Attention
  10. Ill Uprising
  11. Hello Django
  12. Stupid News

Kauftips:

 

Zu kaufen gibt es das Album im Netz bei Amazon, iTunes und Google Play, in gut sortieren Plattenläden und auf den Konzerten der Band.

 

Leser- und Hörerkommentare:

 

 

 

Kommentare sind im Moment deaktiviert.

Cynic (Gast) :: Sun 25 Oct 15 22:27:: 5.0
Ich find's gut.

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