eSKAlation - Zukunftsmusik

Autor Super User
Fri 6 Nov 15
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Wenn Zukunftsmusik so klingt wie die neueste Scheibe der neunköpfigen, Nürnberger eSKAlation, dann geht es direkt "Zurück in die Zukunft". Denn ganz neu ist der deutschsprachige Mix aus Ska, Punk und Reggae natürlich nicht. Gemeint ist hier aber auch eher die politische und gesellschaftliche Zukunftsmusik der Anfang 20er, denen der Marsch, ähm Offbeat geblasen wird. Auch als ein kritischer Aufruf an eine etwas "schläfrige" Generation zu verstehen, so der Pressetext. Nach "Kaufrausch" (2010), "Affocalypse" (2012) erscheint im Oktober 2014 also die dritte Scheibe "Zukunftsmusik".

 

Für die relativ kurze, siebenjährige Bandgeschichte eine saubere Leistung. Manch alteingesessene Band schafft in der gleichen Zeit gerade mal eine Veröffentlichung. Um die Sängerin Anna Stecklein formiert sich eine breit aufgestellte Combo, die auf dem Silberling sauber, voluminös bis punkig rüberkommt. Kleine, schmucke Effekte und fette Backing Vocals runden die Produktion ab, die mit zwölf Songs prima bestückt ist. Da wird es auch mal richtig laut, wenn sich bei "Menschenfreund" die Instrumente und Stimmen fast überschlagen und die Emotionen überkochen.

 

Etwas tiefer in den Informationen grabend liest der geneigte Leser, dass sie bereits über 150 Konzerte spielten und nach einem Contest eine Bühne des Chiemsee Reggae Summer erklommen. Auch die engagierten 18 Termine auf der aktuellen Herbsttour verweisen darauf, dass die junge Band Bock hat. Und das werden sie sicherlich auf der Bühne auch fetzig unter Beweis stellen, so mein fester Eindruck.

 

Insgesamt geht es dann doch irgendwie "Zurück in die Zukunft". Da hat jede Generation das Recht auf die eigene Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit den persönlichen, politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen, auch wenn sich die Themen nur marginal verändern.

 

DerDUDE

 

 

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